Lexikon

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Ausfühliche Erläuterungen gängiger Fachbegriffe

Abbruch -Ein Abbruch ist immer dann gegeben, wenn eine Serie oder eine Intermittenz zu Ende geht.

Absage -Nach dem Abwurf der Kugel sagt der Drehcroupier das Spiel mit den Worten “Nichts geht mehr” oder “Rien ne va plus”ab (es sind keine Einsätze mehr erlaubt).

Abweichung -(Ecart)-Die Abweichung (der Ecart) gibt den momentanen Unterschied in der Erscheinungshäufigkeit zweier äquivalenter Chancen an. Man unterscheidet eine absolute und eine prozentuale Abweichung. Wenn z. B. Rot 12 Mal und Schwarz 8 Mal erschienen ist, beträgt die absolute Abweichung 4, nämlich die Differenz zwischen Rot und Schwarz. Die prozentuale Abweichung bezogen auf die 20 Gesamtcoups beträgt 20 %.

D`Alembert, Jean Le Ronde -französischer Mathematiker, der die bekannte Progression D`Alembert erfunden hat. Diese Progression zielt auf den Ausgleich zweier Einfacher Chancen ab. Sie erhöht den Satz um 1 Stück im Verlustfall und senkt den Einsatz nach einem Gewinn um 1 Stück. Sobald der absolute Ausgleich erreicht worden ist, bleibt pro gespieltem Coup ½ Stück Gewinn übrig. Diese Progression, die lange Zeit als unverlierbar galt, hat in den ersten Sätzen eine gewisse Aufholkraft. Kommt man jedoch in hohe Sätze, ist die Tilgungskraft kaum mehr gegeben und die Rückkehr zum Nullpunkt – auch durch das Erscheinen der Zero – unwahrscheinlich.

Alexander, Karl -Roulettewissenschaftler und Erfinder der Alexembert, einer Verbesserung der D`Alembert-Progression.

D`Alost, Theodor -französischer Mathematiker, Roulettewissenschaftler und Vertreter der Figurentheorie. D`Alost hat auf der Basis der viergliedrigen Figuren mehrere Systeme (Mechanismen) entwickelt, auf die u. a. Thomas Westerburg zurückgegriffen hat und die sich heute noch großer Beliebtheit erfreuen. Am bekanntesten ist sein 9. Mechanismus, der von dem Rouletteforscher Henri de Cyree bearbeitet und perfektioniert worden ist.

Alyette -orientalischer Roulettewissenschaftler, ebenfalls Anhänger der Figurentheorie, der die Dreierfiguren favorisierte. Diese Dreierfiguren, die den Permanenzverlauf präzise erfassen, stellen sich wie folgt dar:

1 2 3 4 5 6 7 8
S S S S R R R R
S S R R S S R R
S R S R S R S R

S = Schwarz
R = Rot

American Roulette -Beim American Roulette handelt es sich um ein Satztableau, das im Vergleich zu dem Französischen Roulette einige Unterschiede aufweist: Durch die Anordnung der Einfachen Chancen und der Doppelten Chancen können die am Tisch sitzenden Spieler diese bequem erreichen. Ebenfalls neu auf diesem Tableau ist die Abbildung des Kessels, so daß Annoncen auf Zahlen, wie z. B. Zero/zwei rechts/zwei links, direkt auf dem Tableau plaziert werden können. Ein weiterer Vorteil des American Roulette ist die schnellere Spielfolge.

Amerikanische Abstreichprogression -Diese Progression, die auch die Labouchère-Progression oder kurz und liebevoll “Labby” genannt wird, weist eine sehr hohe Tilgungskraft auf. Sie ist für die Einfachen Chancen konzipiert und tilgt mit einem Gewinn zwei Verluste. So lange sich die Verluste in Grenzen halten, funktioniert diese Progression wunderbar. Steigen jedoch die zu tätigenden Sätze bzw. fehlt auch nur ein Plussatz, um alle offenen Stellen streichen zu können, entstehen gewaltige Minussalden, die eine Rückkehr zum Nullpunkt unmöglich machen. Bei der Amerikanischen Abstreichprogression werden die zu tätigenden Sätze untereinander geschrieben. Der oberste und der unterste Satz werden addiert und gesetzt. Im Gewinnfall werden die addierten Sätze und die Addition “gestrichen”, im Verlustfall werden erneut oberster und unterster Satz addiert usw.

André, Francois -französicher Casinobesitzer, der 1962 gestorben ist und der die Casinos von Deauville, Cannes, Trouville und weitere Spielbanken besaß.

Annonce -Der Spieler sagt dem Croupier, was er spielen möchte (Zahlen, Cheveaux, Carrés usw.) und gibt diesem die entsprechenden Jetons. Es gibt feststehende Annoncen, die sich auf Kesselabschnitte beziehen wie z. B. Zerospiel (0/3, 12/15, 26 und 32/35), Orphelins (1, 6, 9, 14, 17, 20, 31, 34), Kleine Serie (5/8, 10/11, 13/16, 23/24, 27/30, 33/36), Große Serie (22, 18, 29, 7, 28, 12, 35, 3, 26, 0, 32, 15, 19, 4, 21, 2, 25) und andere Annoncen wie Finalen (Zahlen, die mit derselben Ziffer enden; z. B. Finale 3 umfaßt die Zahlen 3, 13, 23, 33). Weitere Annoncen sind die ” Ersten Vier” (die Zahlen 0, 1, 2, 3), Spiel 7/9 (die Zahlen 7, 8, 9, 17, 18, 19, 27, 28, 29), die Senkrechten einer Zahl (das obere und das untere Cheval einer Zahl, bei der 20 z. B. 17/20 und 20/23 sowie das Complet einer Zahl, bei dem alle vier Chevaux und die Zahl selbst gesetzt werden. Gleichfalls als Annonce wird ein Satz bezeichnet, den ein Systemspieler
im Rahmen seines Systems ermittelt hat.

Aufgeschlüsselte Permanenz -Die Zahlen, die an einem Tisch laufen, können “aufgeschlüsselt” werden
in Einfache Chancen, Dutzende und Kolonnen, Sechser- und Dreiertransversalen.
Aufgeschlüsselte (entrollte) Permanenzen sind eine große Hilfe für Systemspieler, die auf den genannten Chancen nach Spielmöglichkeiten suchen.

Ausgleich -Nach einem der fundamentalen Roulettegesetze, dem Gesetz des Ausgleichs, gleichen sich alle äquivalenten Chancen und Figuren beim Roulette mit der Zeit aus. Während bei den Einfachen Chancen häufig schon am Ende eines Tages der Ausgleich eingetreten ist, bilden sich bei den höheren (Mehrfachen) Chancen Abweichungen ( Ecarts), die erst nach Tagen oder gar Wochen wieder kompensiert werden.

Avant-dernier -der vorletzte Coup. Es gibt eine Reihe von Systemen, deren Basis das Nachspielen des vorletzten Coups ist. Mit dieser Satzweise erfaßt man alle Serien (ab der Dreierserie und Intermittenzen. Die feindliche Figur ist die Zweierserie.