NEWS: Bayrische Casinos erneut mit Verlusten

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Die bayrischen Spielbanken stecken in der Krise. Die laufenden Kosten konnten nach einem Rückgang der Einnahmen um 17% nicht mehr gedeckt werden und der Fehlbetrag muss von der Lotterieverwaltung des Freistaates aufgebracht werden – erwartet werden wie im Vorjahr 8 Millionen Euro. In Bayern hat zwar der Staat das Monopol auf Roulette und Pokerspiele, allerdings zieht es immer mehr Spieler in das Internet. Aufgrund der seit Jahren rückläufigen Zahlen mehren sich die Stimmen, welche eine Schließung der Spielbanken fordern.

Der Freistaat verteidigt allerdings mit dem Argument, dass die Spiele nicht in erster Linie zur Generierung von Einnahmen angeboten werden, sondern wegen eines ordnungspolitischen Auftrages, seriöse Spiele in Staatshand bereitzustellen. Dieser Auftrag habe sich auch mit diesen schlechten Bilanzen nicht verändert.

Die Probleme der Spielbanken sind vielfältig. Zum einen hat sich das Klientel in den letzten Jahren stark geändert. Schwerreiche Zocker gibt es immer weniger und die jüngere Generation nutzt immer häufiger die Angebote im Internet (eine Auswahl renommierter Anbieter gibt es auf der Webseite www.einzahlungsbonus.org). Dazu haben einige Spielbanken wie zum Beispiel in Bad Kötzting oder Bad Steben seit ihrer Eröffnung im Jahr 1995 nie wirklich Gewinn machen können. Dieses Defizit wurde dann immer von erfolgreicheren Standorten wie Bad Wiesensee und Feuchtwangen ausgeglichen – aber auch deren Einnahmen gehen immer weiter zurück.

Während die FDP die Privatisierung der Spielbanken fordert, versucht man mit verschiedensten Maßnahmen, mehr Spieler in die Casinos zu locken. Eine davon ist der Shuttle Service “Casino-Blitz”zwischen München und Garmisch-Partenkirchen, da München selbst kein Casino hat. In den Fahrkosten von 7,50 Euro ist auch der Eintritt in die Spielbank enthalten. Dieser Service wird aber auch nur selten in Anspruch genommen und bleibt damit ein zusätzliches Verlustgeschäft. Andere Maßnahmen versuchen die Betriebskosten zu senken oder mit Veranstaltungen und Pokerturnieren neue Spieler anzulocken. Der Anteil der Erstbesucher liegt zur Zeit bei gerade einmal 15%.

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