NEWS: Griechenlands Rückzug bei der Regulierung des Glücksspiels

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Die Regierung Griechenlands plant, dem staatlichen Unternehmen OPAP auch weiterhin die alleinigen Rechte für den Glücksspielsektor einzuräumen. Damit würden die ohnehin schon zögerlichen Bemühungen der Regulierung und Lizenzvergabe für Online Casinoanbieter bis zum Jahr 2020 auf Eis gelegt. Grund für diese Entscheidung sind zwei Punkte.

Zum einen verdient der Staat viel Geld mit diesem Unternehmen, welches im letzten Jahr einen Umsatz von 4 Milliarden Euro vorweisen konnte. Statt über Steuereinnahmen anderer Casinos Einnahmen für den Staatshaushalt zu generieren, ist es natürlich lukrativer, sich als Monopolist die Taschen vollzustopfen.

Der zweite Punkt sind ausländische Investoren und Hedge Fonds, welche die prekäre Situation Griechenlands nutzen, um günstig Vermögenswerte zu erwerben. Im Rahmen der Privatisierung ist die Regierung bereit ihre 33% der OPAP zu veräußern. Um bei solch einem Milliardendeal das Maximum herauszuholen, ist natürlich ein Glücksspielmonopol sehr hilfreich. Wie in Deutschland wird auch in Griechenland der Spielerschutz als Grund für diese Entscheidung vorgeschoben.

Allerdings stehen die Chancen, das Monopol aufrecht zu erhalten, nicht sehr gut. Grund dafür ist die EU, welche eine Öffnung des Glücksspielmarktes verlangt. Aus diesem Grund legt nun die RGA, die größte Vereinigung von Glücksspielunternehmen, Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein. Casinoanbieter, welche auch schon in anderen Ländern Lizenzen erhalten haben (eine Auswahl findet ihr dazu auf www.onlinepokernerd.com), wären mit der neuen Regelung stark in ihren Spielangeboten eingeschränkt – dann dürfen nämlich nur noch Spiele angeboten werden, welche nicht aus Glückszahlen basieren wie zum Beispiel Pokerspiele.

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