Balke, Siegfried -Rouletteforscher, Erfinder der "Durchschnittsprogression". Ballung -Übersetzung des französischen Begriffes `accumulation` (Anhäufung), der Beharrungstendenzen beschreibt. Wenn z. B. eine Sechsertransversale mehrmals hintereinander oder nur einmal durch eine andere Transversale unterbrochen erscheint; oder wenn sich bei einer Spielmethode Serien von Plus- oder Minuscoups zeigen. Bandenspiel -Es handelt sich um das mit dem wenig feinen Ausdruck "Bandenspiel" bezeichnete Vorgehen, bei dem mehrere Personen, die zusammen gehören, mit ihren Einsätzen das zulässige Maximum der Bank überschreiten. Zwar kann jeder einzelne Spielgast das Maximum setzen, aber schon ein Ehepaar darf nur einmal das Maximum setzen. Diese Vorschrift besteht sicherlich nicht zum Schutz der Bank, sondern eher zum Schutz der Spieler, die vor hohen Spielverlusten bewahrt werden sollen. Auf der anderen Seite steht es jedem Spieler frei, durch sogenannte "Unterstützungssätze" auf anderen Chancen das Maximum zu überschreiten. Wer z. B. bei einem Passe-/Manque-Spiel am Maximum ist, hat die Möglichkeit, die zu der zu bespielenden Chance gehörenden Transversalen oder auch im Extremfall die Pleinzahlen zu setzen. Es gibt also einige legale Möglichkeiten, das festgelegte Maximum zu überschreiten, ohne gegen die Vorschriften der Bank zu verstoßen. Bankhalter -Bei den offiziellen Spielbanken ist der Bankhalter entweder eine Privatperson, eine Privatgesellschaft oder aber eine staatliche Institution. Die privaten Bankhalter sind im Besitz einer staatlichen Konzession und müssen von den eingespielten Geldern in der Regel zwischen 80 - 90 % an Land und Gemeinde abführen. Bankvorteil -Alle im Casino angebotenen Spiele sind mit einem "eingebauten" Vorteil für die Bank versehen. So hat die Spielbank bei den Einfachen Chancen beim Roulette einen mathematischen Vorteil von 1,35 %, bei den Mehrfachen Chancen einen Vorteil von 2,7 %. Dieser Vorteil ist auf die Existenz der 37. Zahl, der Zero, zurückzuführen, die auch "Goldbagger" der Bank genannt wird. Bechmann, Rudolf -Rouletteforscher, bekannt durch eine Pleinmethode. Bei dieser Methode gelten die vier Zahlen, die dreimal oder häufiger erschienen sind, als Favoriten, wobei die zuletzt erschienenen immer gegen die älteren ausgetauscht werden. Bechmann faßt immer vier Zahlen zusammen und progressiert diese 20 Mal. Ein Platzer kostet ihn 192 Stücke. Diese Methode veröffentlichte auch Martin Jung in seinem Büchlein "Roulette - richtig gespielt". Bernoulli -Bekannte schweizer Mathematikerfamilie (17. und 18. Jahrhundert). Jakob Bernoulli (1654-1705) befaßte sich mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung, während sich Johann Bernoulli (1667-1748) mit der Variationsrechnung auseinandersetzte. Nikolaus Bernoulli (1687-1759) ist durch eine Aufgabe bekannt geworden, die unter der Bezeichnung "Petersburger Spiel" in die Geschichte der Wissenschaft eingegangen ist. Besucherkartei -Jede Spielbank führt eine streng vertrauliche Besucherkartei, in der jeder Besuch und unter Umständen auch weitere Informationen enthalten sind. Beteigeuze -Synonym eines Rouletteforschers, der sich in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine Veröffentlichungen zur Roulettematerie einen Namen machte. Bénazet, Jacques -Übernahm 1838 das Casino in Baden-Baden und sorgte zusammen mit seinem Sohn Edouard, der für die heute noch vorhandene Innenarchitektur der Spielbank und den Bau der Iffezheimer Galopprennbahn verantwortlich war, für den Aufschwung der "schönsten Spielbank der Welt". Bibel -Bezeichnung für das Gästebuch der Spielbank Monte Carlo. Alle Gäste, die in dieses Buch aufgenommen werden, bekommen auf Ehrenwort Kredit. Billedivoire -Neben Marigny de Grilleau und Chateau der wichtigste französische Rouletteforscher, berühmt vor allem durch sein Grundlagenwerk "Spielen und Gewinnen". Binominalverteilung -Mit der Binominalverteilung kann die wahrscheinliche Häufung von Nummern bei mehr als einem Wurf berechnet werden. Blanc, Francois -Blanc (1806-1877) ist der Gründer der Spielbanken in Bad Homburg und Monte Carlo, wobei ihn sein Bruder Louis (1806-1852) unterstützte. Francois Blanc hat die damals übliche Doppelzero abgeschafft und somit dem Spieler eine bessere Chance eingeräumt. Boule de neige -Schneeballprinzip, eine Satzsteigerung unter Heranziehung erzielter Gewinne. Bout de table -Französicher Name für den am Kopfende des Tisches sitzenden Croupier. Breadwinner -Es handelt sich hierbei um eine flache Stufenprogression, die jedoch den Nachteil hat, dass die Rückkehr zum Nullpunkt immer schwieriger wird, wenn die vorgesehene Tilgung auf sich warten läßt. Bis zum ersten Gewinn wird 1 Stück gesetzt. Besteht dann noch ein Verlust, so wird mit 2 Stücken so lange gespielt, bis der Verlust getilgt ist. Gelingt das nicht, so wird mit 3 Stücken gesetzt usw. Nach jedem Verlust wird also der Einsatz um 1 Stück erhöht, bis die Rückkehr auf den Nullpunkt gelungen ist. Wenn z. B. mit 3 Stücken alle Verluste mit 2 Stücken getilgt worden sind und noch ein Minussaldo vorhanden ist, wird auf 2 Stücke zurückgegangen usw. Buchführung -Ein sinnvolles systematisches System kann nur dann erfolgreich sein, wenn es auf einer präzisen Buchführung basiert, die die gefallenen Zahlen, die Sätze (theoretisch und praktisch) und den Saldo aufzeichnet. Nach Beendigung einer Partie muß die Buchführung Auskunft geben über die Anzahl der gelaufenen Coups und der gesetzten Coups, die Gewinn- und Verlustsätze und den Nettogewinn (Bruttogewinn abzüglich Zerosteuer). Unabdingbare Voraussetzung für den Dauererfolg! |


