Handwechsel -Die Ablösung des Wurfcroupiers durch einen Kollegen wird mit Handwechsel bezeichnet und durch den Tischchef mit der Bemerkung "Die Hand wechselt" (frz. la boule passe) angekündigt. Ein Handwechsel erfolgt in der Regel nach 15 oder 30 Minuten, er kann aber auch in unregelmässigen Abständen vorgenommen werden. In ausgedruckten Permanenzen ist der Handwechsel in der Regel durch einen Querstrich angezeigt. Es gibt Roulettespieler, die ihr Spiel "auf der Hand des Croupiers" aufbauen, weil sie der Ansicht sind, dass jeder Croupier seinen eigenen Rhythmus hat. Ein aussichtsreicher Ansatzpunkt wäre hier beispielsweise das Spiel auf bestimmte Kesselsektoren. Hasard -Ein Hasardspiel ist ein Spiel - ganz gleich, ob mit Würfeln, Kugeln oder Karten -, das allein oder hauptsächlich vom Zufall abhängt. Häufigkeitsverteilung -Die Häufigkeitsverteilung, auch Binominalverteilung genannt, gestattet es, mit Hilfe einer Formel die verschiedenen Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Ereignisse zu berechnen. Beim Roulette ist die Häufigkeitsverteilung vor allem bei den höheren Chancen - Pleinzahlen, Dreier- und Sechsertransversalen - interessant und als Basis für erfolgversprechende Ansätze geeignet. Sie gibt Auskunft darüber, wann und in welchen Abständen die einzelnen Ereignisse durchschnittlich eintreten, wann die diversen Wiederholungen erscheinen sollten usw. Heimbuchung -Das Prinzip der Heimbuchung besteht darin, dass man zuhause anhand von alten Permanenzen sein Spiel bucht und die Sätze dann im Casino macht. Wichtigster Vertreter dieser Theorie war Henri Chateau. Er war der Ansicht, dass das Roulette die perfekte Spiegelung der Zahlengesetze ist und daher die Herkunft oder die Reihenfolge der durch das Walten des Zufalls hervorgebrachten Zahlen ohne jede Bedeutung ist. Deshalb sei es gleichgültig, aus welchem Kessel die Zahlen stammen, ob sie neu oder alt sind oder vor- oder rückwärts gelesen werden. Wo die Zahlen auch herkommen, die Zahlengesetze sind stets erfüllt. Nach Chateau ist es daher nicht erforderlich, dass der Spieler direkt am Tisch bestimmte Erscheinungen abwartet. Es genügt, seine Permanenz zuhause mit Zahlen vorzubereiten, die dem Zufall entstammen. Chateau selbst favorisierte die Technik der 50 Scheinspieler. Er legte 50 Hefte an - für jeden Spieler eines - und schrieb die aus alten Permanenzen entnommenen Zahlen "quer", d.h. er trug in jedes Heft nacheinander erst eine Zahl ein, dann die zweite usw. Er notierte also die Zahlen pro Heft nicht vertikal (von oben nach unten), sondern horizontal (von links nach rechts, d.h. ein Heft nach dem anderen). Durch dieses "Querschreiben" alter Permanenzen entstanden in jedem Heft (bei jedem Spieler) neue Permanenzen, aus denen die satzreifen Chancen am Schreibtisch ermittelt wurden. Die Sätze wurden dann nach der zuhause erstellten Satzliste am Tisch im Casino getätigt, wobei die gefallenen Zahlen entsprechend verbucht wurden. Der Spieler ging also nur zum Setzen ins Casino. Nach Abspielen der Satzliste ermittelte er dann am Schreibtisch mit Hilfe alter Permanenzzahlen die neuen Sätze usw. Heimroulette -Das Heimroulette oder Spielzeugroulette kann ebenfalls als Instrument dienen, Zufallszahlen hervorzubringen und diese für die Vorbuchung einer Spielmethode bis zur Satzermittlung zu verwenden. Allerdings darf das Heimroulette nicht zu primitiv sein und muss auf geradem Untergrund stehen, um zu vermeiden, dass z. B. durch Schieflage des Kessels bestimmte Zahlen bevorzugt werden und der Zufall nicht 100%ig gewährleistet ist. Holländische Progression -Die Holländische Progression, auch Hollandaise genannt, ist eine bekannte Verlustprogression, deren Nachteil jedoch darin besteht, dass sie, um einen bestimmten Gewinn zu erzielen, den totalen Ausgleich der Chancen benötigt. Die Progression beginnt mit einem Satz von 1 Stück. Im Gewinnfall ist der Angriff beendet, und es wird erneut mit 1 Stück begonnen. Bei Verlust wird so lange 1 Stück gesetzt, bis ein Treffer erzielt worden ist. Danach wird der Einsatz auf 3 Stücke erhöht. Mit jedem Treffer von 3 Stücken wird ein Verlust von 1 Stück gestrichen. Sind alle Verluste von 1 Stück getilgt, so wird der Einsatz auf 5 Stücke erhöht, der so lange beibehalten wird, bis alle Verluste in Höhe von 3 Stücken gestrichen sind. Zwischenverluste von 5 Stücken werden an die Staffel angehängt. Ein Angriff ist beendet, wenn alle offenen Sätze gestrichen bzw. getilgt sind. Die Hollandaise ist eine gefährliche steile Progression, die nur bei Methoden angewandt werden sollte, die ganz geringe Ecarts aufweisen. Anderenfalls wird es immer wieder zu Platzern kommen, die die angesammelten Gewinne "auffressen". |


